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Grundinstallation der Elektrotechnik

Sobald Sie mit der von uns erstellten Planung zufrieden sind können die Arbeiten an der Elektroinstallation beginnen. Erfahren Sie hier, wie der Strom in Ihr Haus kommt.

Grundinstallation  Elektrotechnik

Wie kommt der Strom in Ihren Neubau? Grundsätzlich sei zunächst angemerkt: Arbeiten an der elek­trischen In­stalla­tion dürfen nur von qualifizierten Elektro­technik-Fachbetrieben durch­geführt werden. Wir führen diese Arbeiten entsprechend den DIN-Normen sowie Auflagen und Verordnungen des VDE (Verband der Elektro­technik, Elektronik und Informations­technik) gerne für Sie aus.

Doch nun zurück zur Ausgangsfrage: Zunächst stellt der Energie­versorger den Haus­anschluss her, indem ein Haus­anschluss­kabel von der Haupt­leitung zum Haus­an­schluss­kasten und von dort zum Zähler­schrank geführt wird. Von den Strom­kreis­verteilern ausgehend versorgt das Hausnetz entsprechend der vorher durch­geführten Planung die einzelnen Räume mit Strom.


Inhaltsverzeichnis:


Was ist ein Hausanschluss?

Der Hausanschluss: Hier nimmt alles seinen Anfang.

Hausanschluss

An den Abgangsklemmen der Hausanschlusssicherungen befindet sich die Übergabestelle - hier endet die Verantwortung des kommunalen Energieversorgers. Mit Ausnahme des Stromzählers ist für alle folgenden Anlagenteile der Bauherr verantwortlich.


Was ist ein Zählerschrank?

Der Zählerschrank: Mittelpunkt der Hausinstallation

Über einen Hausanschlusskasten wird der Strom über die Hauptleitung zum Zählerschrank geführt. Hier findet man zum Beispiel die Stromzähler und Leitungsschutzschalter.

Fehlerstrom-Schutzschalter unterbrechen den gesicherten Stromkreis innerhalb von Millisekunden, falls Strom abfließt. Dies passiert schneller als gedacht – beispielsweise bei einer angebohrten Leitung oder defekten Elektrogeräten. So werden Stromschläge mit teils schwerwiegenden Folgen verhindert. Dieser lebenswichtige Schutz erfolgt nicht nur auf freiwilliger Basis: Seit dem Jahr 2009 müssen Stromkreise mit laienbedienbaren Steckdosen derartig abgesichert werden.

Der Zählerschrank

In einem Zählerschrank findet man zum Beispiel:

  • Leitungsschutzschalter bzw. Sicherungen mit einem maximalen Bemessungsstrom von 63 A,
  • Anschlussklemmen für die Niederspannungsinstallation und
  • Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutz).

Was ist das Hausnetz?

Das Hausnetz: Führt den Strom an seinen Bestimmungsort

Das Hausnetz

Von den Stromkreisverteilern ausgehend werden entsprechend der vorher durchgeführten Planung die einzelnen Räume des Hauses mit Strom versorgt. Der Strom fließt dabei durch Adern (elektrische Leiter mit Isolierung), welche in Leitungen (Mehrere Adern in einer Umhüllung) zusammengefasst werden. Diese Installation erfolgt Aufputz oder Unterputz, innerhalb von Installationsrohren, als Flachleitungen oder mit einzelnen Installationskabeln.

Installationsrohre haben den Vorteil, dass zu einem späteren Zeit­punkt zusätzliche Leitungen eingezogen werden können. Unter­schieden werden Stangen­rohre und flexible, aus bieg­samem Kunst­stoff bestehende Rohre. Erst­genannte sind teurer und setzen präzise auf­gestemmte Wände voraus, haben aber den Vorteil, dass sich die strom­führenden Lei­tun­gen ohne zusätzliche Hilfs­mittel einziehen lassen, da die Innen­wände glatt sind.

In Flachleitungen - auch als Stegleitungen bezeichnet – sind die stromführenden Leitungen bereits integriert. Diese leicht verlegbaren Leitungen benötigen nur wenig Platz und werden mit speziellen Nägeln im Mauerwerk befestigt. Sie dürfen ohne weiteren Schutz jedoch nur in Trockenräumen verlegt werden.

Bei Installationskabeln sind die Kupferadern – je nach Kabel drei bis fünf an der Zahl - mit PVC ummantelt. Die einzelnen Kabel können in einem schmalen Stemmschlitz verlegt werden. Dies macht die Installation gegenüber der Verwendung von Installationsrohren zunächst kostengünstig, aber für spätere Nutzungsänderungen weniger flexibel.


Was sind Installationszonen?

Die Installationszonen: Wo verlaufen die Stromleitungen in der Wand?

Zum Abschluss werden in den einzelnen Räumen entsprechend der mit Ihnen abgestimmten Planung die Beleuchtungsanschlüsse und Steckdosen installiert. Um ein versehentliches Anbohren stromführender Leitungen zu verhindern, werden diese unter Putz in definierten Installationszonen verlegt. Es gibt waagerechte und senkrechte Zonen.

Die Installationszonen

Die beiden waagerechten Zonen befinden sich im Abstand von 15 cm zum fertigen Fußboden bzw. zur fertigen Decke und haben eine Breite von 30 cm. In Räumen, in denen eine Arbeitsfläche vor der Wand verbaut ist, existiert eine dritte waagerechte Zone. Sie beginnt auf einer Höhe von 100 cm vom fertigen Fußboden und endet dementsprechend auf der Höhe von 130 cm.

Die senkrechten Zonen befinden sich in einem Abstand von 10 cm zu allen Rohbaukanten und –ecken, auf beiden Seiten von Fenstern und auf der Griffseite von Türen und haben eine Breite von 20 cm.

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